Die Kugeln werden zwischen gehärtetem Stahl in V-Nut-Führungen zusammengehalten.
Zur Beseitigung von Spiel werden die Führungen von außen an die Kugeln gepresst. Selbst
unter dieser Vorspannung bleibt die Reibung so gering, dass sich eine leichtgängige,
ruckfreie Positionierung durchführen lässt. Kugelführungen sind relativ unempfindlich
gegen Verunreinigungen, da sich Kugel und Führung in einem einzigen Punkt berühren;
Schmutz wird hierdurch zur Seite geschoben., Kugelführungen mit V-Nut-Führungen besitzen
eine geringere Belastbarkeit als Kreuzrollenführungen, da der Kontaktbereich zur Lastübertragung
kleiner ist. Bei gleicher Belastung müssten die Kugeln daher größer oder zahlreicher
sein., Bei Führungen mit einem gotischen Profil, ist die Form den Radien der Kugeln
besser angepasst; dadurch können bei solchen Systemen kleinere Kugeln verwendet werden
als bei ebenen Führungen. Die Bogenform kommt einer V-Nut-Führung sehr nahe, die vertikale
Belastung teilt sich in zwei Belastungen mit einen 45° -Winkel auf., Getriebe, Getriebe
dienen der Übertragung von Drehbewegungen und -momenten. Häufig werden Getriebe zur
Untersetzung eingesetzt, um eine höhere Auflösung zu erreichen, die von Standard-Motoren
nur schwer oder gar nicht erzeugt werden kann. Bei einem Untersetzungsgetriebe mit
einem Verhältnis 10:1 erzeugen 10 Umdrehungen der treibenden Welle eine Umdrehung
der getriebenen Welle. Ein 200-Schrittmotor könnte in Kombination mit diesem Getriebe
eine effektive Auflösung von 2000 Impulsen pro Umdrehung erreichen., Getriebe mit
Über- oder Untersetzung verändern genauso wie die Spindelsteigung auch das Abtriebsmoment
und die Abtriebsdrehzahl. In obrigem Beispiel wird das Drehmoment erhöht und die Geschwindigkeit
verringert., Gewindespindeln, Zur Bewegung von Lasten wird die axiale Linearbewegung
einer Mutter, die auf einer rotierenden Schraube sitzt benutzt. Gewindespindeln zeichnen
sich durch ihre Fähigkeit zur Selbsthemmung, geringe Anschaffungskosten, einfache
Herstellung und eine große Auswahl an Materialien aus. (siehe auch Kugelgewindetrieb),
Gleichstrom- und Schrittmotoren (Funktionsprinzip), Der grundlegende Unterschied zwischen
Gleichstrom- und Schrittmotoren liegt in ihrem Funktionsprinzip. Beim Gleichstrommotor
wird beim Anlegen einer Spannung ein Drehmoment und eine Rotationsbewegung erzeugt.
Beim Schrittmotor wird nur ein Drehmoment erzeugt. Um die Rotationsbewegung des Motors
zu erzeugen, muss der Strom kommutiert werden., Kommutierung ist die Umkehrung der
Richtung eines Stromflusses der elektromagnetischen Spule während einer Motordrehung.
Ein Gleichstrommotor mit Bürsten ist selbstkommutierend, während der Schrittmotor
nicht eigenständig kommutieren kann., Es gibt drei Arten von Schrittmotoren: Motoren
mit Permanentmagnet, Motoren mit variabler Reluktanz und Hybridmotoren., Gleichstrommotoren
mit Bürsten, Ein Gleichstrommotor mit Bürsten besteht im Wesentlichen aus einem zylindrischen
Rotor senkrecht zur Zylinderachse orientierten Spulen. Die durch Anlegen einer Spannung
auftretenden Wechselwirkungen zwischen den Spulen und dem Magnetfeld des Stators versetzen
den Rotor in Bewegung. Um eine leichtgängige, kontinuierliche Bewegung mit konstantem
Drehmoment zu erzeugen, müssen die Stärke und Ausrichtung der Rotor- und Statorfelder
konstant gehalten werden. Deshalb werden auf dem Rotor mehrere Spulen angeordnet,
deren elektrische Kommutierung über zwei Bürsten erfolgt., Das Hauptmerkmal von Gleichstrommotoren
ist ihre Laufruhe bei hohen Drehzahlen. Ein Gleichstrommotor dreht sich, solange Strom
durch seine Spulen fließt. Für eine genaue und zuverlässige Positionierung ist Positionsrückmeldung
per Encoder erforderlich., Granit, Aufgrund der einzigartigen physikalischen Eigenschaften
und den Fortschritten in der Bearbeitungstechnik sind Granitstrukturen für Grundkonstruktionen
besonders gut geeignet. Die Ebenheit der Oberfläche hat häufig einen erheblichen Einfluss
auf die Führungsgenauigkeit und Wiederholgenauigkeit des gesamten Systems., Die polierten
Granitoberflächen dieser Strukturen zählen mit typischerweise +/- 15 µm pro m2 zu
den ebensten Oberflächen, die auf dem Markt erhältlich sind. Durch Handläppen der
Oberflächen erhält man geometrisch perfekte Oberflächen, die wesentlich ebener sind
als das, was man mit Maschinen erreichen kann., Eine wichtige Eigenschaft von Granit
ist die extreme Härte, wodurch er sich sehr maßhaltig läppen lässt. Untersuchungen
haben bestätigt, dass Granit eine bessere Abrieb- und Stoßfestigkeit besitzt als Stahl.
Durch seine besondere Festigkeit ist Granit für große Systeme mit hohen statischen
Belastungen gut geeignet. Außerdem ist Granit nicht magnetisch und deshalb gut für
Elektronenstrahl-Anwendungen geeignet. Granit reagiert nur mit wenigen Chemikalien.,
Wegen der außergewöhnlichen Formstabilität wird Granit für Präzisionsstrukturen verwendet.
Da er keine inneren Spannungen aufweist, ist sein Verhalten bei Temperaturveränderungen
gleichmäßig und berechenbar. Aufgrund der hohen Masse besitzt Granit eine hohe thermische
Trägheit, wodurch Experimente und andere Prozesse kaum von kurzfristigen Temperaturänderungen
beeinflusst werden., Für Anwendungen, bei denen keine extreme Ebenheit erforderlich
ist, bieten Stahlwerkskonstruktionen ein besseres Verhältnis von Masse zur Steifheit
und können mit Dämpfern für bestimmte Frequenzen optimiert werden., Hybridschrittmotoren,
Hybridschrittmotoren vereinen die Vorteile von Motoren mit variabler Reluktanz mit
denen der Motoren mit Permanentmagneten. Sie besitzen vielzahnige Statorpole und einen
vielzahnigen Rotor. Sie weisen ein großes Haltemoment und ein hervorragendes dynamisches
und statisches Drehmoment auf und können hohe Schrittgeschwindigkeiten erreichen.,
Bei Hybridschrittmotoren sitzen normalerweise zwei Spulen auf einem Statorpol, so
dass der Pol je nach Stromrichtung als magnetischer Nord- oder Südpol fungieren kann.
Hybridmotoren stehen für einen weiten Drehmomentbereich zur Verfügung., Instabilität
des Materials, Die Instabilität beschreibt die Änderung der physikalischen Abmessungen
über die Zeit und wird auch als Kaltschluss oder Kriechen bezeichnet. Aluminium, Messing
oder Edelstahl sind sehr unempfindlich gegen derartige Veränderung., Kugelgewindetriebe,
Kugelumlaufspindeln sind im Wesentlichen Gewindespindeln mit einer Reihe von Kugellagern
mit Kugelrückführung zwischen Spindel und Mutter. Das Profil der Spindel ist zur besseren
Anpassung an die rücklaufenden Kugeln abgerundet. Der Hauptvorteil von Kugelumlaufspindeln
ist ihr höherer Wirkungsgrad, d. h. das Verhältnis von nutzbarer Energie zu aufgewandter
Energie. Weitere Vorteile von Kugelumlaufspindeln sind hohe Lebensdauer und geringer
Verschleiß. Da Kugelumlaufspindeln aber nicht selbsthemmend sind, erfordern sie gegebenenfalls
zur Vermeidung von Rücklauf eine zusätzliche Bremse., In praktisch jedem Anwendungsfall
trägt der Kugelgewindetrieb maßgeblich zum gesamten Leistungsbild bei und bestimmt
auch zu einem hohen Prozentsatz die Kosten des Endprodukts, da er in der Regel auch
zu den teuersten Zukaufteilen gehört. Steinmeyer hat sich auf diesem Gebiet einen
hervorragenden Ruf erworben. Hochentwickelte Fertigungstechnik in Verbindung mit jahrzehntelanger
Erfahrung auf diesem Gebiet gibt Steinmeyer die Möglichkeit, technisch und wirtschaftlich
immer "am Ball" zu bleiben. Steinmeyer Flexibiltät und die Breite des Fertigungsprogrammes
ist einmalig am Markt. Das Produktionsprogramm beinhaltet ein Standardprogramm von
Miniatur-Kugelgewindetrieben der Nenndurchmesser 3 bis 16 mm sowie verschiedene standardisierte
Mutternausführungen der Nenndurchmesser 16 bis 100 mm. Durch die einmalige innovative
Mutterntechnologie wie interne Kugelrückführung und das patentierte Verspannungssystem
UNILOCK, ist es Steinmeyer in Sonderfällen möglich, Muttern mit kleinstem Außendurchmesser
zu fertigen. Dies ist Anwendern bei konstruktiv bereits dimensionierten Antrieben
oft sehr hilfreich. Steinmeyer bietet seinen Kunden individuelle Beratung und optimale
Lösungen für Antriebsprobleme aller Art an., Vorspannung von Kugelgewindetrieben,
Steinmeyer fertigt Kugelgewindetriebe mit vier verschiedenen Vorspannungsarten und
deckt somit alle Einsatzbereiche ab. Grundsätzlich dient die Vorspannung zur Herstellung
spielfreier Kugelgewindetriebe sowie zur Steifigkeitserhöhung. Da die Vorspannung
das Drehmoment und die jeweilige Lebensdauer sehr stark beeinflusst, sollten diese
Werte sehr sorgfältig ausgewählt werden., Doppelmutter, Besonders für Kleinkugelgewindetriebe
hat Steinmeyer die federverspannte Doppelmutter entwickelt. Mit dieser Vorspannart
können geringste Reibmomente bei gleichzeitig praktisch völlig konstanter Vorspannung
erreicht werden. Technische Details der Doppelmuttern-Baureihe 1510/1530 finden Sie
im Steinmeyer-Katalog "Miniatur-Kugelgewindetriebe"., Die Steinmeyer Doppelmutter
mit UNILOCK-Vorspannsystem stellt eine patentierte Entwicklung im Bereich der Doppelmuttern
dar. Hierbei handelt es sich um zwei Muttern, welche durch einen eingeschlossenen
Epoxidharzring formschlüssig gegeneinander verspannt werden und somit die stufenlose
Einstellung der Vorspannung ohne Zwischenringe ermöglichen., UNILOCK - ermöglicht
es, kompakte Doppelmuttern mit erhöhten Steifigkeitswerten und verbesserter Präzision
herzustellen. Die Vorspannung ist unkompliziert, genau und dauerhaft einstellbar.
Das Steinmeyer -UNILOCK- Vorspannsystem hat sich im Einsatz tausendfach bewährt.,
Einzelmutter, Einzelmuttern sind mit Axialspiel oder mit Vorspannung durch Kugelübermaß
(ohne Axialspiel) lieferbar. Die spielfreie Ausführung mit Einzelmutter ist oftmals
dann die optimale Lösung, wenn bei großer Steigung nicht genügend Einbauraum für eine
Doppelmutter zur Verfügung steht. Auch bei besonderen Anforderungen an die Positioniergenauigkeit
bei Ultrapräzisions-Anwendungen hat die Einzelmutter mit 4-Punkt-Kontakt oft Vorteile
zu bieten., Steinmeyer hat die Technik der vorgespannten Einzelmutter perfektioniert.
Es können Laufeigenschaften erzielt werden, die mit denen einer Doppelmutter vergleichbar
sind., Für gesteigerten Wirkungsgrad und Steifigkeit zeigt die Zweipunktanlage optimale
Lösungen. Die Zweipunktanlage wird bei der "Pitch-Shift-Mutter" durch axialen
Steigungsversatz (kurzzeitige Vergrößerung der Steigung beim Innengewindeschleifen)
erzeugt. Diese Ausführung wird dann eingesetzt, wenn der zur Verfügung stehende Bauraum
nicht für eine Doppelmutter ausreicht. Die technischen Daten entsprechend denen der
Doppelmutter., Kupplungen, flexible, Kupplungen dienen der Übertragung von Kraft und
Bewegung zwischen zwei versetzten Wellen. Flexible Kupplungen erlauben im Allgemeinen
geringen Parallelversatz und Winkelfehler. Je nach Konstruktion eignen sie sich für
mehr oder weniger starke Fehlausrichtungen, höhere Anforderungen an Steifheit und
Belastbarkeit oder für höhere Drehzahlen., Leitfähigkeit, thermisch, Sind die Temperaturänderungen
über das Bauteil ungleichmäßig, sollten spezielle Werkstoffe wie Aluminium gewählt
werden. Kann die Wärme nicht schnell genug über den Werkstoff abgeführt werden, können
aufgrund des Temperaturgradienten merkliche Verformungen auftreten. Die durch ungleichförmige
Temperaturänderungen verursachte Verformung ist proportional zum thermischen Ausdehnungskoeffizienten
geteilt durch die thermische Leitfähigkeit., Messing, Messing ist eine Kupferlegierung
mit einer höheren Dichte als Stahl. Es lässt sich leicht bearbeiten und ist sehr abriebfest.
Es wird oft als Trennmaterial eingesetzt, um das Kaltschweißen zwischen Schrauben
und Wellen aus Stahl oder Edelstahl zu verhindern. Messing wird in einigen hochpräzisen
Anwendungen eingesetzt, die eine besonders hohe Widerstandsfähigkeit gegen Kaltfluss
erfordern. Aus Messing lassen sich besonders glatte Oberflächen fertigen., Spezifikation,
Im Vergleich zu Aluminium und Stahl besitzt Messing ein schlechteres Verhältnis von
Steifheit zur Dichte. Der thermische Ausdehnungskoeffizient ist ähnlich wie bei Aluminium,
die Wärmeleitfähigkeit ist hingegen nur halb so groß., Oberflächencharakteristik,
Zum Einsatz im Optiklabor wird Messing häufig schwarz gebeizt. Um die Dauerhaftigkeit
zu erhöhen kann es mit Chrom oder Nickel beschichtet werden., Motoreigenschaften,
Schrittmotor, Gleichstrommotor, Piezokeramikmotor, Steuerelektronik und Software,
einfach - direkte Mikro-prozessorsteuerung im offenen Regelkreis, komplex - Rückmeldung
von Encoder/Tachometer erfordert A/D-Wandlung, komplex - Encoder notwendig nichtlineare
Steuer-kennlinie, Treiberelektroniken, komplex - erfordert elektronische Kommutierung,
einfach - Spulen kommutieren eigenständig, PWM konstant einfach, Wartung, keine Bürsten
zu warten, Abnutzung der Bürsten erfordert regelmäßige Wartung nach längerer Betriebsdauer,
Verschleiß der Laufkeramik erfordert Wartung, Erwärmung des Motors, wegen des kontinuierlichen
Stromflusses in den Spulen höher, gering, da kein Stromfluss in der Zielposition,
gering, stromlos selbsthaltend, Drehmoment und Drehzahl, volles Drehmoment bei niedrigen
Drehzahlen, Drehmoment nimmt mit steigender Drehzahl schnell ab, flacher Drehmomentenverlauf
ergibt höheres Drehmoment bei höheren Drehzahlen, linearer Kraft- und Geschwindigkeitsverlauf,
Dynamik (Geschwindigkeit und Beschleunigung), kleiner, größer, extreme Beschleunigung,
hohe Geschwindigkeiten, Resonanz, Vibrationen bei bestimmten Frequenzen kann bei Beschleunigung
Probleme bereiten. Mini-Schrittbetrieb verringert dieses Problem., leichtgängige,
ruhige Bewegung im gesamten Dynamikbereich, in weiten Dynamikbereich ruhige Bewegung,
Servo-Abstimmung, nicht erforderlich, bei komplizierter Systemdynamik kann PID-Abstimmung
schwierig sein, vollständiger PID-Regler notwendig, Zielposition, erreichen der Zielposition
ohne Überschwingen, Stabiles Positionieren aufgrund natürlicher Haltekräfte, Überbelastung
und zu hohe Drehzahlen kann Zielposition mit offenen Regelkreis nicht erreicht werden,
erreichen der Zielposition mit Fehlerkorrektur im geschlossenen Regelkreis, korrigieren
von Positionierfehlern bei falscher PID-Abstimmung, Überschwingungen oder bleibende
Regeldifferenz möglich, siehe Servomotor, höhere Geschwindigkeit, kleinere Schrittweiten,
kein Umkehrspiel, Motoren mit Permanentmagnet, Motoren mit Permanentmagnet besitzen
einen permanentmagnetischen Rotor, dessen Feld orthogonal zur Drehachse ausgerichtet
ist. Bei der Erregung vier aufeinanderfolgender Felder wird der Rotor durch das wechselnde
Magnetfeld in eine Drehbewegung versetzt. Typischerweise haben Motoren mit Permanentmagnet
Schrittwinkel von 45° und 90°. Ihre Schrittgeschwindigkeit ist relativ gering, aber
sie besitzen ein hohes Drehmoment und gute Dämpfungseigenschaften., Motoren mit variablen
Magnetwiderstand (VR-Motoren), Im Unterschied zu Motoren mit Permanentmagnet besitzen
Motoren mit variabler Reluktanz einen Rotor mit mehreren Zähnen, wobei jeder Zahn
ein eigenständiger Magnet ist. In Ruhestellung nehmen die Magneten eine natürliche
Halteposition ein, wodurch ein größeres Haltemoment erzeugt wird., Piezokeramikmotor,
Diese Antriebe verbinden die hervorragende Ortsauflösung konventioneller Piezoantriebe
mit großen Stellbereichen bei hoher Verfahrgeschwindigkeit. Die Antriebe sind äußerst
kompakt und ermöglichen einen raumsparenden Einbau. Sie wirken direkt ohne mechanische
Zwischenelemente wie Getriebe und Spindeln und weisen daher keine Umkehrspanne auf.,
Der Antrieb besteht aus dem Statorteil (meistens ortsfest), der piezokeramische Schwingstäbe
enthält. Diese Schwinger wirken über Kontaktstifte federnd auf eine Läuferleiste,
die am bewegten Teil eines Schlittens befestigt ist. Die stabförmigen Piezoelemente
schwingen elektrisch angeregt in zwei überlagerten Schwingungsformen, einer Längs-
und einer Biegeschwingung. Die Anregung erfolgt in einer bimodalen Resonanzfrequenz
von 40 kHz. Dabei bildet sich in den Stäben eine stehende Wellenform aus. Die Überlagerung
der Schwingungsformen führt zur Ausbildung von mikroelliptischen Bewegungen an den
Stabenden. Da die Stäbe mit einer mechanischen Vorspannung auf der Läuferleiste aufliegen,
übertragen sie mittels Reibung einen Antriebsimpuls auf den Läufer, dies erfolgt in
der halben Zykluszeit (Zykluszeit T, 25µs). In der weiteren Bewegungsphase kehren
die Kontaktstäbe kraftfrei in die Ausgangslage zurück. Auf Grund der hohen Frequenz
wirkt auf den Läufer quasi eine konstante Vorschubkraft, die von der Steuerspannung
abhängt., Die Steuerspannung am Motortreiber bestimmt die Größe der Schwingamplitude
und damit die Kraft bzw. die Geschwindigkeit, während die Frequenz als Systemgröße
gleich bleibt. Die Geschwindigkeit ist lastabhängig; sie fällt mit der Kraft nahezu
linear ab., Die Motoren erreichen maximale Geschwindigkeiten von über 350 mm/s. Im
spannungslosen Zustand wirkt der Antrieb als Bremse. Dabei kann er eine bestimmte
maximale Haltekraft aufbringen. Der Kraftbereich ist von der Anzahl der Piezoschwinger
abhängig., Zur Kraftsteigerung können auch mehrere Motoren auf einer Achse angeordnet
werden. Sie werden dabei synchron von einer Treiberkarte angesteuert. Die Piezoschwinger
tragen Gleitschuhe aus Hartkeramik. Als Laufbahn dienen geläppte Keramikleisten. Diese
tribologische Paarung ermöglicht einen langen Betrieb von 20.000 Stunden bei einem
Lastwechselzyklus von 50 % ED wird angegeben., Rotatorische Antriebe lassen sich entweder
durch radiale Anordnungen der Motoren auf dem Umfang eines Zylinders (Laufbahn als
Keramikring) oder durch axiale Anordnung an einer Keramikscheibe angreifend, realisieren.,
Die Motoren zeichnen sich durch das gänzliche Fehlen störender Magnetfelder aus und
sind ihrerseits unempfindlich gegenüber externen magnetischen Feldern., Die Motoren
der Baureihe HR-1/8 sind Nachfolger der Baureihe SP-1/8. Im Wesentlichen wurde der
Mechanismus zur Einstellung der mechanischen Vorspannung geändert. Dadurch wurde die
Montage /Justage der Motoren erheblich vereinfacht., Positionsmessung, indirekt und
direkt, Der Ort, an dem die Rückmeldeeinheit die Messungen vornimmt, ist von großer
Bedeutung. Er hat einen direkten Einfluss auf die Güte der an die Steuerelektronik
gemeldeten Daten, Je näher die Rückmeldeeinheit an dem zu kontrollierenden Parameter
sitzt, desto genauer sind die Daten und desto exakter kann die gewünschte Position
angefahren werden. Wird beispielsweise die lineare Position des Messschlittens direkt
gemessen, sind die Daten der Rückmeldung präziser als wenn die Winkelposition der
Antriebsspindel gemessen würde und die Position des Messschlittens berechnet würde.
Die erste Methode wird als Direktmessung bezeichnet und vermeidet im Antriebsstrang
auftretende Ungenauigkeiten wie Umkehrspiel, Hysterese und Verwindung, die bei der
indirekten Messmethode auftreten können. Tische der Feinmess Dresden GmbH zeichnen
sich durch sehr exakte Antriebsstränge aus., Referenzschalter und Endschalter, Der
Referenzschalter definiert einen wiederholbaren Referenzpunkt. Referenzschalter gibt
es in mechanischer Ausführung (Ein/Aus-Schalter) oder als optisches Element. Auf Wunsch
kann auch Präzisionsendschalter zur Referenzwertbestimmung eingesetzt werden., Endschalter
dienen zur Begrenzung des Verfahrbereiches. Sie sind häufig am Ende des Verstellweges,
unmittelbar vor dem mechanischen Endanschlag angebracht. Es gibt sie in mechanischer
und optischer Ausführung, sie schalten die Stromzufuhr des Antriebes ab, sobald das
Ende erreicht wird.